Wissen über Elektromagnetismus – was geht in Ihrem Körper vor?
Zelluläre Übertragungsstörungen
Durch eine übermäßige elektromagnetische Strahlung kann die elektro-biochemische Kommunikation in unserem Körper auf vielfältige Art gestört und damit auch die Funktion des Immunsystems beeinträchtigt werden.
Es ist möglich, dass mehrere Rezeptoren auf der Zelloberfläche auftauchen können. Diese Rezeptoren sind eine Art „Eingangstür“ für Signale, die durch die Neurotransmitter weitergegeben werden. Auf diese Weise können die Zellen auf externe Informationen vom Gehirn oder aus anderen Körperteilen zugreifen. Diese Rezeptoren und Neurotransmitter helfen bei der Übertragung von Nachrichten von einer Zelle zur anderen.
Wenn die Homöostase unseres Körpers gestört ist, wir krank werden oder verletzt sind, hoffen wir, dass unsere Zellen ein Signal an das Immunsystem senden, damit es mit der Behandlung unverzüglich anfängt. Wenn wir gesund sind, senden unsere Zellen derartige Signale nicht. Die Anzahl der Rezeptoren auf der Zelloberfläche ist sehr unterschiedlich.
Durch eine übermäßige Exposition gegenüber der elektromagnetischen Felder steigt die Anzahl der Rezeptoren auf der Zelloberfläche, so dass die Zellen empfindlicher und für allerlei Botschaften des Körpers und der Umgebung werden. Allzu viele Signale überwältigen unseren Körper und ein Ungleichgewicht führt zu hyperaktiven Körperreaktionen. Unser Immunsystem erhält zu viele falsche Anreize und ist nicht imstande, angemessen zu reagieren.
Jüngste Studien haben gezeigt, dass sogar niederfrequente Felder zu einem Platzen der dünnen Zellmembranen führen können, sodass Calcium aus den Zellen freigesetzt wird. Dies kann die Art und Weise beeinflussen, wie sich Calciumionen (elektrisch geladene Calciumatome) an die Oberfläche der Membran verankern. Calciumionen sind eine Art Klebstoff, der Zellmembranen miteinander verbindet. Überbestrahlte Zellmembranen werden schwach und platzen, wodurch Toxinen in die Zelle eindringen und deren Struktur modifizieren. Dies kann dann zur Zellverunreinigung und zur Bildung falscher neurochemischer Botschaften führen, die das Gehirn fälschlicherweise über Schmerzen informieren, den Geschmacks- oder Geruchssinn verändern, Kopfschmerzen, Kribbeln und Taubheitsgefühl verursachen werden.
Zu viele Calciumionen in den Gehirnzellen können auch unsere Fähigkeit zu einer realistischen Einschätzung der Situation beeinträchtigen – beispielsweise beim Autofahren. Der britische Wissenschaftler Dr. Andrew Goldsworthy, ehrenamtlicher Dozent an Imperial College of London, vermutet, dass der Anstieg bei der Zahl der Unfälle bei den Handynutzern weniger mit Ablenkung als vielmehr mit einer verzögerten Reaktion, die auf einen kurzfristigen Calcium-Einstrom zurückzuführen ist, zu tun hat. Dieser Einstrom wurde „Nebel im Gehirn“ genannt.
DNA-Schaden
Unser Körper besitzt ein erstaunliches Immunsystem. Zellmembranen schützen vor elektromagnetischer Strahlung und besitzen die Fähigkeit zur Selbstheilung. Bevor die Zelle mit diesem Prozess beginnt, kann sie jedoch ein Enzym freisetzen, das wahrscheinlich die DNA zerstören wird, sodass das genetische Material zum Krankheitsansatz wird. Es kommt auch zu einer Änderung von den gespeicherten Informationen in der Zelle – über Zellwachstum Zellteilung und Zelltod.
Die Forschungen über das Signal, das von den Mobiltelefonen gesendet wird, haben gezeigt, dass es sich destruktiv auf die Zellen auswirkt. Griechische Forscher haben die Auswirkungen elektromagnetischer Felder am Beispiel von Fruchtfliegen analysiert. Es wurde festgestellt, dass eine nur 6-minütige Exposition an 6 Tagen in der Woche gegenüber dem Handysignal das genetische Material der Fliegeneier zerstört hat. Die Hälfte der Eier ist abgestorben.
Elektromagnetische Felder stellen auch eine andere Gefahr für die zelluläre DNA dar. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass ELF (extrem niedrige Frequenz) die Zellteilung und -reproduktion beschleunigt. Während der Mitose kommt es zur Zellkernteilung und DNA Replikation, Chromosomen werden paarweise angeordnet und dann getrennt, infolgedessen Tochterzellen hervorgehen. Die Exposition der Zellen gegenüber ELF stört den geordneten Prozess der Chromosomenpaarung und -verteilung, so dass die neu entstehenden Zellen nicht die gleichen genetischen Information besitzen. Dies kann zu Fruchtbarkeitsstörungen oder Schädigungen des Fötus im Mutterleib führen.
Freie Radikale und Alzheimer-Krankheit
Henry Lai und Narendra P. Singh von der University of Washington stellten fest, dass bei 50- Hz-Wechselstrom (der für unsere Wohnungen typisch ist) eine Überproduktion freier Radikale und DNA Schäden an den Gehirnzellen der Ratten aufgetreten sind. Die Tiere wurden 24 bis 48 Stunden der Bestrahlung ausgesetzt. Und wir sind der Bestrahlung rund um die Uhr an 7 Tagen in der Woche ausgesetzt.
Es ist zu einem Bruch gekommen, weil die Zellmembranen sehr steif geworden sind, wodurch Nährstoffe in das Zellinnere nicht eindringen konnten. Dies hat die Zellmembran geschwächt, sodass sie platzte und Toxinen in das Zellinnere eindringen, sowie Flüssigkeiten auslaufen konnten. Freie Radikale werden als Hauptursache für das Altern und bestimmte Krankheiten wie Krebs und Alzheimer angesehen.